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SBW Secundaria Häggenschwil - Die erste privatisierte Oberstufe der Schweiz

2010 stand die Häggenschwiler Oberstufe kurz vor dem Aus. „Der Kanton St.Gallen wollte uns vom grünen Tisch aus befehlen, die Oberstufe zu schliessen, was uns ziemlich wütend machte“, blickt Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring zurück. Mit einem Piratenmarsch vor das St.Galler Regierungsgebäude kämpfte das Dorf um seine Oberstufe, vergeblich. Der einzige Ausweg: die Oberstufe privatisieren. 5 Jahre später ist der Beweis erbracht: Die SBW Secundaria Häggenschwil bietet ohne Mehrkosten gute Qualität. 6 Blitzlichter geben Einblick in den Alltag der ersten privatisierten Oberstufe der Schweiz.

Kapitel 1 - Leistung

„Egal ob Tanz, Geographie oder Mathematik: Es ist die Leidenschaft, die Menschen verbindet“, ist Royston Maldoom überzeugt. Als Vertreterin der SBW Secundaria Häggenschwil hatte Félice Walser (13) während zwei Wochen die einmalige Chance, unter der Regie des britischen Star-Choreographen einen Tanz einzustudieren, der im Rahmen der Appenzeller Bachtage uraufgeführt wurde. Wenn immer möglich versucht die SBW Secundaria Häggenschwil, die Schule um die Potentiale, Talente und Leidenschaften der Jugendlichen herumzubauen, um besondere Erfahrungen und Leistungen möglich zu machen.

Kapitel 2 - Umgang mit Vielfalt

Jeder Mensch ist ein Unikat und verdient es, als solches erkannt und wahrgenommen zu werden. Die SBW Secundaria Häggenschwil legt grossen Wert darauf, mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und Leistungsmöglichkeiten produktiv und zielorientiert umzugehen, indem individuelles Lernen mit persönlichem Coaching und massgeschneiderten Stundenplänen gefördert wird. „In der Berufswahl wird der persönliche Coach zum Navigator, der Potentiale und Anschlusslösungen aufeinander abzustimmen hilft“, sagt Lernbegleiter Philipp Zimmer.

Kapitel 3 - Unterrichtsqualität

Im CréActiva „Do it yourself“ nehmen Jugendliche das Lernen selbst in die Hand. Ursin Gschwend (13) beispielsweise schreinert zuhause mit Unterstützung seines Vaters mit Motorsäge und Winkelschleifer einen Holzbrunnen. „Wir wollen Jugendlichen praxisorientiertes Lernen ermöglichen und auch an ausserschulischen Orten eine Plattform bieten, um nach dem Prinzip der eigenverlangten Leistung eigene Ideen zu verfolgen“, sagt Regula Immler, Lernbegleiterin an der SBW Secundaria Häggenschwil.

Kapitel 4 - Verantwortung

„Wir packen an, wenn Not am Mann ist“, versprechen 12 Jugendliche der SBW Secundaria Häggenschwil in einer öffentlichen Ausschreibung im St.Galler Tagblatt. Inspiriert vom Dokumentarfilm „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ machen sie sich im gleichnamigen CréActiva auf die Socken, einen Beitrag zu leisten für das Gemeinwesen. „In der St.Galler RestEssBar beispielsweise engagieren sie sich gegen FoodWaste und übernehmen so Verantwortung für die Gesellschaft“, sagt Unterrichts-Assistent Michael Keller.

Kapitel 5 - Schulklima

Die Pflege zu ausserschulischen Partnern und Institutionen hat an der SBW Secundaria Häggenschwil einen hohen Stellenwert. Für die Nacht der offenen Lernhäuser wurde mit Bernadette Lisibach die Inhaberin des dorfeigenen Restaurants „Neue Blumenau“ beigezogen: Unter Leitung der „Köchin des Jahres 2015“ konnten Fabian Helfenberger (16) und sein Team ihre Gastgeber-Qualitäten unter Beweis stellen und einen unvergesslichen Abend mitgestalten.


Kapitel 6 - Schule als lernende Institution

Schulen sind als lernende Organisationen laufend gefordert, die eigene Arbeit und Ausrichtung zu reflektieren, sich weiterzuentwickeln und gesellschaftliche Strömungen aufzunehmen. „Im digitalen Zeitalter haben sich Rollen, Inhalte und Prozesse verändert“, sagt Alex Boacter, Lernbegleiter an der SBW Secundaria Häggenschwil. Am Beispiel des Rätselspiels „Skype Mystery“ zeigt Boacter auf, wie sich analoges und digitales Lernen sowie „Global Identity“ im Englisch-Unterricht sinn- und lustvoll verbinden lassen.

Interview mit Matthias Hüppi

Aus einer kleinen Idee wurde ein kleiner Event. Scotty und Severin, zwei Fussballfans, schaffen es, dass Matthias Hüppi nach Häggenschwil kommt.

In der regelmässig stattfindenden Redaktionssitzung der Schule Häggenschwil wählten wir, Scotty und Severin, das Thema FC SG Präsident Matthias Hüppi. Wir dachten, dass wir ihm eine E-Mail schreiben und so ein paar Fragen stellen. Doch dann kam es ganz unerwartet zu einem persönlichen Interview. Für uns war das eine riesen Freude und eine coole Überraschung. Am Freitag, 23. Februar war es soweit. Alle Vorbereitungen waren gemacht. Gespannt warteten wir zusammen mit Besucherinnen und Besuchern auf unseren prominenten Gast. Wir waren etwas nervös, als Herr Hüppi um 17:00 Uhr nicht da war. Als er dann um 17:10 Uhr über den Pausenplatz kam, sagte er mit einem Lachen: „Man kann sich doch auf mich verlassen.“ Dann ging es auch schon los. Matthias Hüppi beantwortete unsere Fragen mit grosser Freude und erzählte ausführlich aus seinem Leben. Seine offene und persönliche Art überraschte uns sehr. Seine Nähe zu uns zauberte unsere grosse Nervosität plötzlich weg. Als das Interview mit Matthias Hüppi fertig war wurden wir noch von einer Journalistin vom St. Galler Tagblatt befragt.

Viehschau SBW Secundaria Häggenschwil

HÄGGENSCHWIL – Viehschau. Die Wahl fällt auf Vreni-Chantal, die Kuh der zweiten Secundaria. Eingekleidet in Levis Jeans, Gucci Sneakers und weitere Markenartikel präsentiert sie sich von ihrer besten Seite. Mit einem unübersehbaren Augenzwinkern entscheidet sich Ferdinand für die junge Kuhdame. Im Ring präsentieren sich zwei weitere Wettbewerbs-Teilnehmerinnen in schönstem Kuhfell, welche viel Aufmerksamkeit erhaschen, aber erfolglos vom Platz gehen müssen. Mit grossem Einsatz und tollen Ideen gestalteten die Lernpartnerinnen und Lernpartner der SBW Secundaria Häggenschwil die zur Verfügung gestellten Kuh-Rohlinge zu wahren Kunstwerken. (Text und Bild: Maya Boppart; Video: SBW Neue Medien)